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SPD-Schandelah.

Info-Veranstaltung zum Atommüllager Asse II :

Bundespolitik

Schandelah. Die SPD-Schandelah hatte am 07.01.2009 zu einer Informationsveranstaltung über die Situation im Atommülllager Asse II geladen. Viele Einwohner Schandelahs kamen der Einladung nach und folgten mit großem Interesse den Ausführungen der Referenten Heike Wiegel und Michael Fürer vom Asse II - Koordinationskreis.

Schwerpunkte des Vortrages waren der Zustand des Bergwerks und die Auswirkungen der geplanten Flutung. Anschließend wurden die Aussichten, insbesondere der Optionenvergleich zur Problemlösung, besprochen. Besonders pikant ist die Tatsache, dass die Atommüllproduzenten, nämlich die großen Energieversorger, die Entsorgung praktisch geschenkt bekommen und sogar noch daran verdienen.

Aus dem heute 100 Jahre alten Kali- und Salzbergwerk Asse II, 9km östlich von Wolfenbüttel, wurde 1965 ein "Forschungsbergwerk", in dem die Endlagerung von radioaktivem Abfall im Salzgestein erforscht werden sollte. In den Jahren 1967 bis 1978 wurden hierzu ca. 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall eingelagert.

Seit Mitte der 90er Jahre tritt über eine Wegsamkeit in der Südflanke des Grubengebäudes Lauge ein - ca. 12m³ täglich. Dadurch ist das Vorhaben, das Atommüllendlager für 100.000e von Jahren trocken zu halten und die Umwelt vor dem Atommüll zu schützen, nach nur 25 Jahren ad absurdum geführt. Die Tatsachen sehen jetzt so aus, dass sich die Verpackungen des Abfalls durch Kontakt mit Flüssigkeit auflösen und Radionuklide in Lösung gehen.

Der alte Betreiber hat ein einziges Konzept erarbeitet – die gezielte Flutung – um die Kontamination zu verlangsamen, nach einem Alternativkonzept wurde nicht geforscht – es wurde kein Optionenvergleich angestellt. Dieser soll im neuen Jahr endlich angefangen werden, begleitet von der „Arbeitsgruppe Optionenvergleich“.

„Wir konnten mit dieser Veranstaltung einen Beitrag leisten, unsere Mitbürger bezüglich des Problems der Endlagerung tiefer gehend zu informieren und zu sensibilisieren“ resümierte Wilfried Ottersberg, Pressewart der SPD-Schandelah, nach der Veranstaltung. „Es ist notwendig, Transparenz zu schaffen. Je mehr Menschen sich für die Zustände in der Asse interessieren, desto größer wird auch der Druck, zu einer sinnvollen Lösung des Problems zu kommen.“ fügte Ortsvereinsvorsitzender Matthias Franz hinzu.

 

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